Kreisdiagramm in Excel - so wird es wirklich lesbar

Excel-Tabelle zur Erstellung von Kreisdiagrammen. Zeigt 2D- und 3D-Kreisdiagramme der Top 10 Geschäftsbereiche nach Mitarbeiterzahl.

Geschrieben von

Gabriel Krüger

Veröffentlicht am

21. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

Ein Kreisdiagramm in Excel ist dann stark, wenn Anteile an einem Ganzen auf einen Blick verständlich werden sollen, etwa bei Kosten, Umsatz, Teamaufgaben oder Budgetposten. In der Praxis entscheidet aber nicht nur der Klick auf den Diagrammtyp über das Ergebnis, sondern vor allem die Datenstruktur, die Beschriftung und die Frage, ob diese Darstellung überhaupt die beste Wahl ist. Genau darauf gehe ich hier ein: vom sauberen Erstellen über die richtige Formatierung bis zu den Fehlern, die ein Diagramm unnötig schwach machen.

So gelingt ein brauchbares Kreisdiagramm in Excel

  • Für ein Kreisdiagramm brauchst du in Excel im Kern eine Werte-Spalte und eine Kategorien-Spalte.
  • Wenige Segmente funktionieren am besten; ab etwa 7 oder 8 Teilen wird es schnell unruhig.
  • Prozentangaben und Kategoriennamen machen das Diagramm meist deutlich klarer als nur eine Legende.
  • Für präzise Vergleiche sind Balken- oder Säulendiagramme oft die bessere Lösung.
  • Ein Ringdiagramm ist interessant, wenn du mehr als eine Datenreihe oder Platz für eine Zusatzinfo brauchst.

Excel-Tabelle zur Erstellung eines Kreisdiagramms mit den Top 10 Geschäftsbereichen nach Mitarbeiterzahl.

So erstellst du ein Kreisdiagramm in Excel Schritt für Schritt

Der Ablauf ist einfach, aber ich halte mich gern an eine feste Reihenfolge, weil sie spätere Korrekturen spart. Genau so arbeitet auch die Excel-Hilfe von Microsoft: zuerst Daten markieren, dann den Diagrammtyp wählen, danach die Details ergänzen.

  1. Lege deine Daten in zwei Spalten an: links die Kategorien, rechts die Werte.
  2. Markiere nur den Bereich, der wirklich ins Diagramm soll. Überschriften kannst du mit markieren, wenn Excel sie als Kategorien erkennen soll.
  3. Wähle im Menü Einfügen den Bereich für Kreis- oder Ringdiagramm und nimm zunächst eine schlichte 2D-Kreisvariante.
  4. Füge über das Plus-Symbol am Diagramm Datenbeschriftungen, Titel und bei Bedarf die Legende hinzu.
  5. Nutze bei Bedarf Datenreihen formatieren, um Farben, Drehung oder eine leichte Kreisexplosion anzupassen.

Wenn du mit Rohdaten arbeitest, lohnt sich vorher oft eine Excel-Tabelle statt eines normalen Bereichs. Mit der Tabellenfunktion bleiben neue Zeilen sauber im Datenmodell, und du musst das Diagramm später weniger oft nachziehen. Wenn die Ausgangsliste noch viele einzelne Einträge enthält, ist eine PivotTable außerdem oft der sauberste Zwischenschritt, weil sie viele Zeilen zu wenigen sinnvollen Kategorien verdichtet. Damit wird aus einem chaotischen Export erst die Basis für ein lesbares Diagramm.

Damit das Ergebnis nicht nur technisch korrekt, sondern auch visuell brauchbar ist, kommt es jetzt auf die Datenstruktur an.

Welche Daten Excel für ein Kreisdiagramm wirklich braucht

Ein Kreisdiagramm zeigt Anteile eines Ganzen. Deshalb funktioniert es nur mit einer Werte-Reihe, die in Kategorien aufgeteilt ist. Alles, was mehrere Messreihen, Zeitverläufe oder sehr feine Einzelwerte enthält, führt schnell zu einer Grafik, die zwar erstellt wurde, aber kaum noch etwas erklärt.

Struktur Beispiel Einschätzung
1 Kategorien-Spalte + 1 Werte-Spalte Miete 42, Software 18, Marketing 12 Ideal für ein Kreisdiagramm
Mehrere Werte-Spalten Q1, Q2, Q3, Q4 pro Kategorie Eher für ein Ring- oder Balkendiagramm geeignet
Viele Kleinstwerte 18 Positionen mit jeweils 1 bis 3 % Wird schnell unübersichtlich und sollte verdichtet werden

Wenn deine Liste aus vielen Zeilen besteht

Bei Buchungslisten, Verkaufsdaten oder Arbeitszeiterfassungen arbeite ich fast immer zuerst mit einer Verdichtung. Eine PivotTable ist dafür meist der schnellste Weg, weil sie Rohdaten nach Kategorien zusammenfasst und nur die Summen an das Diagramm weitergibt. Ohne diesen Schritt endest du leicht bei 15 oder 20 winzigen Segmenten, und dann kippt die Lesbarkeit. Ich fasse kleine Restwerte nur dann unter Sonstiges zusammen, wenn diese Bündelung fachlich sauber ist und nichts Wesentliches verdeckt.

Sobald die Daten stimmen, entscheidet die Darstellung darüber, ob das Diagramm ruhig und klar wirkt oder nur dekorativ aussieht.

So wird das Diagramm lesbar statt nur hübsch

Die meisten Probleme entstehen nicht beim Einfügen, sondern beim Beschriften. Ein gutes Kreisdiagramm braucht keine Show, sondern eine klare visuelle Hierarchie. Ich setze deshalb auf wenige, gezielte Anpassungen statt auf viele Effekte.

Maßnahme Wirkung Mein Urteil
Datenbeschriftung mit Prozenten Zeigt den Anteil direkt auf dem Segment Fast immer sinnvoll
Kategoriennamen zusätzlich anzeigen Erspart den Blick zwischen Legende und Grafik Besonders hilfreich bei wenigen Segmenten
Legende statt direkter Beschriftung Spart Platz Nur bei sehr einfachen Diagrammen wirklich bequem
Kreisexplosion Hebt ein Segment hervor Nur sparsam einsetzen, sonst wirkt es schnell künstlich
3D-Effekt Sieht auffälliger aus Meist schlechter lesbar und analytisch schwächer

Datenbeschriftungen sind meist wichtiger als Farben

Die Datenbeschriftung ist für mich der größte Hebel. Wenn du Prozentwerte und Kategorien direkt auf dem Diagramm zeigen kannst, wird der Leser entlastet. Bei Kreisdiagrammen ist das besonders wichtig, weil die exakte Größe eines Segments aus der Fläche allein schwer zu lesen ist. Eine Legende kann ergänzen, aber sie sollte nicht die einzige Informationsquelle sein.

Reihenfolge und Farben sollten nicht zufällig sein

Ich sortiere die Werte meistens absteigend, damit das größte Segment sofort sichtbar ist. Das ist keine ästhetische Spielerei, sondern verbessert die Orientierung. Bei den Farben verwende ich lieber ein ruhiges, konsistentes Schema und nur für ein hervorgehobenes Segment einen stärkeren Akzent. Zu ähnliche Farbtöne machen ein Diagramm unnötig anstrengend, besonders wenn mehrere kleine Stücke nebeneinanderliegen.

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Rotation und Kreisexplosion nur gezielt einsetzen

Mit einer leichten Drehung kannst du den Startpunkt des Diagramms so setzen, dass das wichtigste Segment oben oder links beginnt. Das klingt nach einem kleinen Detail, macht aber bei Präsentationen oft den Unterschied. Die Kreisexplosion nutze ich nur dann, wenn wirklich ein einzelnes Segment betont werden soll. Als Standardeffekt ist sie zu laut.

Wenn die Darstellung sauber ist, bleibt die eigentliche Kernfrage: Ist ein Kreisdiagramm für diesen Fall überhaupt die beste Wahl?

Wann ein Balkendiagramm besser ist als ein Kreisdiagramm

Ich rate oft davon ab, ein Kreisdiagramm reflexhaft zu wählen. Es ist stark bei Anteilen, aber schwach bei exakten Vergleichen. Sobald die Werte dicht beieinanderliegen oder viele Kategorien im Spiel sind, ist ein Balken- oder Säulendiagramm meist die klarere Entscheidung.

Diagrammtyp Stark bei Schwach bei Mein Rat
Kreisdiagramm Anteile am Ganzen, grobe Orientierung Präzise Vergleichbarkeit Bei wenigen Kategorien einsetzen
Balkendiagramm Exakte Vergleiche, viele Kategorien Weniger bildhaft als ein Anteilskreis Oft die bessere Standardwahl
Ringdiagramm Mehrere Datenreihen, Platz für Zusatzinfos Die gleichen Grenzen wie beim Kreisdiagramm Nur wählen, wenn der Zusatznutzen klar ist

Ein praktisches Beispiel: Wenn du 23 % gegen 21 % vergleichen willst, ist ein Balkendiagramm ehrlicher. Ein Kreisdiagramm wirkt in solchen Fällen oft überzeugend, obwohl es die Unterschiede schlechter zeigt. Sobald du das einmal bewusst gesehen hast, triffst du die Auswahl in Excel deutlich sicherer.

Gerade bei der Präsentation entstehen dann die typischen Fehler, die gute Daten unnötig schwächen.

Typische Fehler, die ein gutes Diagramm ruinieren

  • Zu viele Segmente - Wenn das Diagramm zu kleinteilig wird, verliert es seinen Zweck. Ich fasse sehr kleine Werte lieber zusammen oder wechsle die Diagrammart.
  • Keine Prozentangaben - Ohne Beschriftung muss der Leser die Größen selbst schätzen. Das kostet Zeit und macht die Grafik unnötig schwach.
  • Unsortierte Werte - Zufällige Reihenfolgen wirken unruhig. Eine klare Sortierung schafft sofort mehr Ordnung.
  • Zu ähnliche Farben - Wenn sich Segmente farblich kaum unterscheiden, sieht das Diagramm hübsch aus, aber nicht lesbar.
  • 3D-Effekte - Sie sehen auf den ersten Blick moderner aus, verfälschen aber die Wahrnehmung von Flächen und machen die Grafik oft schlechter.
  • Falsche Diagrammart - Wenn es eigentlich um präzise Vergleiche geht, ist ein Kreisdiagramm die falsche Bühne.

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Die Kategorie Sonstiges ist nur dann eine gute Lösung, wenn die Restmenge wirklich inhaltlich zusammengehört. Sonst versteckst du Information statt sie zu ordnen. Diese kleine Entscheidung wirkt unscheinbar, beeinflusst aber die Glaubwürdigkeit des gesamten Diagramms.

Was ich vor dem Teilen noch prüfe

Bevor ich ein Kreisdiagramm in einen Bericht, ein Dashboard oder eine Präsentation übernehme, gehe ich die Grafik einmal nüchtern durch. Das dauert kaum eine Minute, spart aber oft die zweite Runde Korrekturen.

  • Stimmt die Summe der Werte und bildet sie wirklich ein Ganzes?
  • Gibt es nicht mehr als 6 bis 8 Segmente?
  • Sind die wichtigsten Anteile direkt beschriftet?
  • Ist die Farbwahl klar genug, auch ohne lange Erklärung?
  • Würde ich dieselben Daten auch in einem Balkendiagramm besser verstehen?

Wenn ich das Diagramm in kleiner Darstellung oder im PDF prüfe, fallen die Schwachstellen meist sofort auf: zu kleine Schrift, zu viele Mini-Segmente oder eine Legende, die mehr Platz frisst als sie hilft. Wer diesen letzten Blick nicht überspringt, bekommt in Excel aus einer einfachen Grafik ein sauberes Arbeitsmittel statt nur eine dekorative Fläche.

Häufig gestellte Fragen

Für ein Kreisdiagramm genügt in Excel im Kern eine Kategorien-Spalte und eine Werte-Spalte. Wichtig ist, dass nur eine Werte-Reihe verwendet wird, weil das Diagramm Anteile an einem Ganzen zeigen soll. Bei Rohdaten ist eine Tabelle oder eine PivotTable oft der bessere Zwischenschritt, damit Excel die Werte sauber verdichtet.

Sobald ein Diagramm etwa 7 oder 8 Segmente hat, wird es schnell unruhig und schwer lesbar. Viele kleine Einzelwerte verschlechtern die Orientierung zusätzlich. Dann ist es oft sinnvoll, kleine Positionen zusammenzufassen oder auf einen anderen Diagrammtyp zu wechseln.

Am klarsten sind meist Prozentangaben direkt auf dem Segment, idealerweise ergänzt um den Kategoriennamen. Eine Legende kann helfen, sollte aber nicht die einzige Informationsquelle sein. Sortierte Werte und gut unterscheidbare Farben verbessern die Lesbarkeit zusätzlich.

Ein Balkendiagramm ist meist besser, wenn Werte genau verglichen werden sollen oder viele Kategorien im Spiel sind. Auch bei nah beieinanderliegenden Werten, etwa 23 Prozent gegen 21 Prozent, zeigt es Unterschiede ehrlicher als ein Kreisdiagramm. Das Kreisdiagramm ist eher für grobe Anteile geeignet.

3D-Effekte wirken zwar auffällig, machen das Diagramm aber meist schlechter lesbar und analytisch schwächer. Eine Kreisexplosion sollte nur sparsam eingesetzt werden, wenn wirklich ein einzelnes Segment hervorgehoben werden soll. Die Kategorie Sonstiges ist nur sinnvoll, wenn die restlichen Werte fachlich wirklich zusammengehören.

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pivottable kreisdiagramm ringdiagramm balkendiagramm datenbeschriftung

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Mein Name ist Gabriel Krüger und ich bringe 11 Jahre Erfahrung im Bereich effizienter Bürosoftware und IT-Produktivität mit. Mein Interesse an diesen Themen begann, als ich in meiner ersten Anstellung die Herausforderungen erkannte, die Unternehmen bei der Optimierung ihrer Arbeitsabläufe hatten. Ich finde es spannend, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch die tägliche Arbeit erleichtern. In meinen Artikeln beschäftige ich mich mit aktuellen Trends, neuen Technologien und bewährten Methoden, um komplexe Themen verständlich zu machen. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen gründlich zu recherchieren und verschiedene Perspektiven zu vergleichen, um sicherzustellen, dass meine Leser die bestmöglichen Einblicke erhalten. Mein Ziel ist es, nützliche, präzise und leicht verständliche Inhalte zu liefern, die meinen Lesern helfen, die Herausforderungen in der digitalen Bürowelt zu meistern.

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