EDATUM in Excel - Monate verschieben und Fristen berechnen

Tischkalender mit Monatsübersichten, z.B. Januar, Februar. Ein perfektes excel edatum für die Planung.

Geschrieben von

Gabriel Krüger

Veröffentlicht am

2. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

Mit der Funktion EDATUM verschiebst du ein Startdatum in Excel um ganze Monate nach vorn oder hinten, ohne Tage manuell zusammenzurechnen. Ich nutze sie vor allem dann, wenn Fristen, Vertragslaufzeiten oder wiederkehrende Termine sauber auf denselben Kalendertag im Zielmonat fallen sollen. Im Folgenden zeige ich die Syntax, typische Einsatzfälle und die Fehler, die in der Praxis am häufigsten Zeit kosten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • EDATUM gibt ein Datum zurück, das um eine bestimmte Anzahl von Monaten vor oder nach einem Startdatum liegt.
  • Positive Monatswerte rechnen nach vorn, negative Werte nach hinten.
  • Die Formel eignet sich besonders für Fristen, Laufzeiten, Kündigungsdaten und Wartungsintervalle.
  • In der deutschen Excel-Version trennst du die Argumente normalerweise mit ;.
  • Wenn Excel eine Zahl statt eines Datums zeigt, fehlt meist nur das passende Zellformat.
  • Für Monatsenden oder Arbeitstage ist oft eine andere Datumsfunktion die bessere Wahl.

Was EDATUM in Excel genau berechnet

EDATUM ist eine Datumsfunktion für ganze Monate. Sie nimmt ein Ausgangsdatum und verschiebt es um die angegebene Monatszahl. Das Ergebnis ist kein Tagesabstand, sondern ein neues Datum mit dem gleichen Kalendertag im Zielmonat, sofern dieser Tag dort existiert.

Die deutsche Funktionsbezeichnung lautet EDATUM; in englischen Arbeitsmappen heißt sie EDATE. Für die Logik ist das aber zweitrangig. Entscheidend ist: Ein positiver Monatswert führt in die Zukunft, ein negativer in die Vergangenheit.

  • Startdatum: Das Datum, von dem aus gerechnet wird.
  • Monate: Die Anzahl der Monate, die addiert oder subtrahiert werden.
  • Ergebnis: Ein neuer Datumswert, der intern als Seriennummer gespeichert wird.

Genau deshalb ist EDATUM für Monatsfristen so praktisch: Ich muss nicht wissen, ob ein Monat 28, 30 oder 31 Tage hat. Wenn das Prinzip klar ist, wird die Formel im nächsten Schritt sehr schnell alltagstauglich.

So setzt du die Formel korrekt ein

Die deutsche Syntax lautet =EDATUM(Ausgangsdatum;Monate). Das Semikolon ist in der deutschen Excel-Oberfläche das übliche Trennzeichen. Als Startdatum kannst du eine Zellreferenz, eine direkte Datumsangabe oder eine andere Formel verwenden.

Eingabe Formel Ergebnis
15.02.2026 =EDATUM(A2;3) 15.05.2026
15.02.2026 =EDATUM(A2;-3) 15.11.2025
31.01.2026 =EDATUM(A2;1) 28.02.2026
heutiges Datum =EDATUM(HEUTE();6) Datum in 6 Monaten

Der dritte Fall ist besonders wichtig: Wenn der Zielmonat keinen entsprechenden Kalendertag hat, landet Excel am letzten gültigen Tag des Monats. Das ist in der Praxis oft genau richtig, etwa bei Monatsfristen oder Abrechnungszyklen. Wenn du in Arbeitsmappen mit mehreren Ländern arbeitest, ist DATUM(Jahr;Monat;Tag) häufig robuster als ein als Text eingegebenes Datum.

Gerade im Büroalltag zeigt sich dann, wie vielseitig die Monatsverschiebung ist.

Praxisfälle, in denen die Formel besonders nützlich ist

Ich setze EDATUM vor allem dort ein, wo Monate fachlich sinnvoller sind als Tage. Das betrifft fast alle Szenarien mit Laufzeiten, Fälligkeiten oder regelmäßigen Prüfintervallen. Ein paar typische Beispiele:

Einsatz Typische Formel Warum das hilfreich ist
Vertragsende =EDATUM(A2;12) Ein Jahresvertrag endet auf demselben Kalendertag im nächsten Jahr.
Kündigungsfrist =EDATUM(A2;-3) Die Frist wird sauber rückwärts berechnet, ohne Tagesarithmetik.
Wartungstermin =EDATUM(A2;6) Halbjährliche Zyklen bleiben einfach lesbar und konsistent.
Reminder ab heute =EDATUM(HEUTE();1) Ein Termin verschiebt sich dynamisch ab dem aktuellen Datum.
Abrechnungszyklus =EDATUM(A2;1) Monatliche Wiederholungen bleiben an den Monatslogiken orientiert.

Der große Vorteil liegt für mich in der Lesbarkeit: Wer die Formel später prüft, versteht sofort, dass hier nicht mit Tagen improvisiert wurde. Genau das macht sie in Controlling, Verwaltung und Projektsteuerung so wertvoll. Trotzdem scheitern viele nicht an der Idee, sondern an kleinen Eingabefehlern.

Typische Fehler und die schnellste Korrektur

Wenn EDATUM nicht das erwartete Ergebnis liefert, liegt das Problem meist nicht an der Funktion selbst. Häufig ist das Startdatum als Text gespeichert, das Zellformat passt nicht oder das Trennzeichen ist falsch. Diese Fehler lassen sich schnell eingrenzen, wenn man systematisch prüft.

Problem Wahrscheinliche Ursache Saubere Lösung
Es erscheint eine Zahl statt eines Datums Zelle ist als Standard oder Zahl formatiert Zellformat auf Datum umstellen
#WERT! Startdatum ist ungültig oder als Text gespeichert Datum korrekt eingeben oder mit DATWERT umwandeln
Formel wird nicht erkannt Falscher Funktionsname oder falsches Trennzeichen In deutscher Oberfläche EDATUM und ; verwenden
31. Januar wird zu Ende Februar Zielmonat hat keinen 31. Tag Das ist normales Verhalten; bei Monatsenden eher MONATSENDE nutzen
Das Ergebnis wirkt um Tage verschoben Es wurde eigentlich eine Tages- statt Monatslogik erwartet Statt EDATUM eine Tagesrechnung oder ARBEITSTAG verwenden

Mein wichtigster Praxischeck ist simpel: Erst prüfen, ob Excel das Startdatum wirklich als Datum erkennt, dann erst die Monatszahl kontrollieren. Wenn diese Basis stimmt, sind die meisten Probleme sofort erledigt. Am Ende geht es weniger um die Formel selbst als um die Frage, ob sie für deinen Zweck wirklich die sauberste Wahl ist.

Wann ich EDATUM nehme und wann eine andere Datumsfunktion sinnvoller ist

EDATUM ist stark, aber nicht universell. Ich nehme die Funktion immer dann, wenn ein Termin in ganzen Monaten gedacht ist. Sobald du jedoch das Monatsende, Arbeitstage oder exakte Tagesabstände brauchst, ist eine andere Funktion oft präziser.

Wenn du ... Nimm besser ... Warum
ein Datum um Monate verschieben willst EDATUM Die Monatslogik ist direkt und gut lesbar.
den letzten Tag eines Zielmonats brauchst MONATSENDE Diese Funktion ist genau für Monatsabschlüsse gedacht.
konkrete Tage addieren oder subtrahieren willst einfache Datumsarithmetik Dann ist ein Tagesabstand klarer als eine Monatsfunktion.
Arbeitstage berücksichtigen musst ARBEITSTAG Wochenenden und Feiertage lassen sich gezielt ausblenden.
  • Für Fristen und Laufzeiten: EDATUM ist meist die beste Wahl.
  • Für Monatsabschlüsse: MONATSENDE ist präziser.
  • Für operative Planung: Prüfe zuerst, ob Tage oder Arbeitstage fachlich sinnvoller sind.
  • Für importierte Textdaten: Vor der Berechnung immer in echte Datumswerte umwandeln.

Wenn du diese vier Regeln im Kopf behältst, wird die Datumslogik in Excel deutlich stabiler. Die Formel bleibt klein, aber der Effekt auf saubere Arbeitsabläufe ist groß: weniger manuelle Korrekturen, weniger Missverständnisse und deutlich weniger Fehler bei Fristen und Terminen.

Häufig gestellte Fragen

Wenn der Zielmonat keinen gleichen Kalendertag hat, nimmt Excel den letzten gültigen Tag des Monats. Aus 31.01.2026 wird bei +1 Monat also 28.02.2026. Genau dieses Verhalten ist bei Monatsfristen oft gewollt.

Dann ist die Zelle meist als Standard oder Zahl formatiert. EDATUM liefert intern einen Datums-Serienwert, deshalb musst du das Zellformat auf ein Datum umstellen, damit Excel es lesbar anzeigt.

Meist ist das Startdatum ungültig oder als Text gespeichert. Prüfe zuerst, ob Excel das Datum wirklich erkennt. Falls nötig, gib das Datum korrekt ein oder wandle Text mit DATWERT um.

Für Monatsverschiebungen ist EDATUM ideal. Wenn du aber den letzten Tag eines Monats brauchst, ist MONATSENDE präziser. Für Arbeitstage mit Wochenenden oder Feiertagen ist ARBEITSTAG die bessere Wahl.

Die Syntax lautet =EDATUM(Ausgangsdatum;Monate). In der deutschen Excel-Version trennst du die Argumente normalerweise mit Semikolon. Positive Werte rechnen nach vorn, negative nach hinten.

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Gabriel Krüger

Gabriel Krüger

Mein Name ist Gabriel Krüger und ich bringe 11 Jahre Erfahrung im Bereich effizienter Bürosoftware und IT-Produktivität mit. Mein Interesse an diesen Themen begann, als ich in meiner ersten Anstellung die Herausforderungen erkannte, die Unternehmen bei der Optimierung ihrer Arbeitsabläufe hatten. Ich finde es spannend, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch die tägliche Arbeit erleichtern. In meinen Artikeln beschäftige ich mich mit aktuellen Trends, neuen Technologien und bewährten Methoden, um komplexe Themen verständlich zu machen. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen gründlich zu recherchieren und verschiedene Perspektiven zu vergleichen, um sicherzustellen, dass meine Leser die bestmöglichen Einblicke erhalten. Mein Ziel ist es, nützliche, präzise und leicht verständliche Inhalte zu liefern, die meinen Lesern helfen, die Herausforderungen in der digitalen Bürowelt zu meistern.

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